Projekte


Cannabisarzneimittel bei der ALS


Die Bremer ALS-Stiftung f√∂rdert eine wissenschaftliche Studie √ľber die therapeutische Bedeutung von Cannabis-Arzneimitteln bei der ALS, die von der ALS-Ambulanz der Charit√© durchgef√ľhrt wird.

Bei der ALS kann es zu vielf√§ltigen Symptomen und Beschwerden kommen. Bei einem Teil der Menschen mit ALS k√∂nnen traditionelle Medikamente die Beschwerden nicht vollst√§ndig lindern. In den zur√ľckliegenden Jahren wurde erkennbar, dass cannabishaltige Medikamente in dieser Situation eine wichtige Erg√§nzung der ALS-Behandlung darstellen k√∂nnen. Bisher liegen nur wenige systematische wissenschaftliche Untersuchungen zu dieser Thematik vor.

In dieser Studie soll die optimale Dosierung und Zeitdauer der Cannabis-Behandlung bei der ALS untersucht und ermittelt werden. Die F√∂rdergelder der Bremer ALS Stiftung flie√üen direkt in die Durchf√ľhrung der Studie.

Cannabis wird bei der ALS zur Symptombehandlung verordnet, beispielsweise bei chronischen Schmerzen und Spastiken. Vermutet werden dar√ľber hinaus sehr breite Einsatzm√∂glichkeiten bis hin zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs insgesamt.

Zu den neuesten Forschungsergebnissen zum cannabishaltigen Medikament Nabiximols



 

Evaluation Beatmungsversorgung


Der Einsatz von Atemhilfen (Maskenbeatmung, invasive Beatmung, Hustenassistent) bietet wichtige Therapieoptionen f√ľr Menschen mit ALS im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf. Trotz ihrer hohen Bedeutung liegen bisher jedoch noch keine Leitlinien √ľber den optimalen Zeitpunkt, die die Intensit√§t und die ger√§tetechnische Ausstattung der Beatmungsversorgung vor. Daher bestehen erhebliche Unterschiede in der Versorgung von ALS-Patienten mit Atemhilfen in Deutschland. Erste wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die modernen M√∂glichkeiten der Beatmungsversorgung nicht vollst√§ndig ausgesch√∂pft werden.
Die Bremer ALS Stiftung f√∂rdert ein Projekt der Versorgungsforschung, in dem die H√§ufigkeit der Beatmungsversorgung sowie Unterschiede in den Entscheidungsprozessen f√ľr oder gegen eine Beatmungsversorgung in Deutschland analysiert werden. Die Studie wird in Kooperation der f√ľhrenden ALS-Zentren in Deutschland unter Leitung der ALS-Ambulanz der Charit√© durchgef√ľhrt.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden international publiziert und dienen der Weiterentwicklung von Behandlungsrichtlinien der neurologischen Fachgesellschaften zur Beatmungsversorgung. Die F√∂rderung durch die Bremer ALS Stiftung kommt unmittelbar der Studiendurchf√ľhrung und -leitung an der ALS-Ambulanz der Charit√© zugute.